Sing doch mal!


Eine Hörspielcollage von Simon Dworaczek 

 

Regie: Simon Dworaczek 

Sprachaufnahmen: Anna Kuncio

Tongestaltung: David Lipp

 

Das erste Mal hatte ich die Möglichkeit mich mit dem Hörmedium auseinanderzusetzen. Da im Radio die Sprache im Mittelpunkt steht, war für mich das Thema meiner Arbeit sofort klar: "Der Kampf um die Sprache. Das Stottern."

 

Ich habe dieses Thema immer vermieden, wollte nicht anders sein. Habe mir nicht eingestanden, dass ich den ganzen Tag etwas unternehme, um mein Stottern zu verstecken. Ich verstand, dass es nun an der Zeit war, sich mit dem Stottern auseinanderzusetzen. 

 

Ich entwickelte einen Fragenkatalog, dessen Fragen ich Stotterern und Nichtstotterern stellte. Mich interessierte besonders, wie beide Parteien das Stottern beschreiben, wie es sich anfühlt, was es für Gefühle auslöst aber auch welche Erfahrungen sie mit dem Stottern gemacht haben. Und wie unsere Gesellschaft mit diesem Phänomen umgeht. 

 

Auf dieser Grundlage ist ein Text entstanden, den ich im Hörspielstudio des ORF-Funkhauses mit Schauspielstudenten und Stotterern einsprechen durfte. Zwei verschiedene Welten prallten aufeinander. Entstanden ist eine Hörspielcollage, die das Phänomen Stottern erfahrbar macht und Erschreckendes über den sozialen Umgang der Gesellschaft mit Stotterern zu Tage bringt. 

 

Mit Sebastian Beste, Alexander Dominik, Maria Huber, Maximilian Herzogenrath, Tony Marossek, Manuel Ossenkopf, Mick Riesbeck, Clara Schulze-Wegener, Alina Hagenschulte, Markus Bernhard Börger, Lena Kalisch, Mercy Dorcas Otieno, Enrique Fiß, Andrej Reimann, René Peckl, Simon Dworaczek, Lennart Lemster, Carolin Knab, Jeanne-Marie Bertram, Lilliane Zillner

 

Premiere: Schauspielhaus Wien und Radio Ö1, 2016