Lenz


nach Georg Büchner

 

Fassung und Regie: Simon Dworaczek (Vordiplom-Inszenierung)

Bühnenbild und Kostüme: Johanna Ralser

 

Der Schriftsteller Jakob Michael Reinhold Lenz wird seit hunderten von Jahren als wahnsinnig und verrückt abgestempelt. Jeder, der etwas auf sich hielt, hatte eine Meinung zu ihm. Damit ist nun Schluss. Wir kehrten das Prinzip um und sagen: "Lenz ist die Normalität in einer verückt gewordenen Gesellschaft" 

 

Was hatte er zusagen? Wofür hat er gekämpft? Und hat er Dinge verstanden, die den meisten verwehrt bleiben? Schon Foucault hat gesagt, dass sich eine Gesellschaft dadurch definiert, indem sie ausschließt. Um unsere Gesellschaft zu erforschen setzen wir die Lupe auf das Andere, ausgeschlossene und sehen die Welt plötzlich mit anderen Augen. 

 

Ein Leben, das sich keinem gesellschaftlich anerkannten Zweck unter- ordnet, in Bedrängnis. Die gegenwärtige Erfahrung wird belanglos, über Sinn und Unsinn, Glück und Unglück entscheidet nicht mehr das Subjekt, sondern ein System anonymer Mächte. 

  

mit Simon Harlan, Maria Lisa Huber, Tony Marossek, Manuel Ossenkopf, Clara Schulze-Wegener

 

Premiere: Max Reinhardt Seminar, März 2016

Gastspiel: Probebühne des Theaters in der Josefstadt, April 2016

und am Theater Meggenhofen, Juni 2016

 

Kritik auf European Cultural News